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Kurs-Cash-Flow-Verhältnis

Der Cash-Flow, also die "fließenden" Barmittel, eines Unternehmens erfasst die von einem Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erwirtschafteten Mittel. Am Cash-Flow lässt sich die Finanzkraft und Liquidität einer Aktiengesellschaft ablesen. Das sind vor allem der Gewinn plus Abschreibungen und Pensionsrückstellungen. Der Cash-Flow wird zur Zahlung von Dividenden, für Investitionen oder zur Schuldentilgung verwendet.

Hinter dieser Vorgehensweise steht die Überlegung, dass besonders Abschreibungen den Gewinn drücken. Diese sind aber tatsächlich ein Zeichen dafür, dass sich die Firma neue Anschaffungen leisten konnte, sich somit konkurrenzfähiger machte. Bei sehr hohen Abschreibungen dürfte der Investitionsgrad des Unternehmens hoch sein. Dies kann auf eine moderne und innovative Technik hinweisen.

Ermittlung des Cash-FIow

Jahresgewinn/-verlust (= Dividende Rücklagenzuführung - Rücklagenauflösung)
AfA (Abschreibung für Abnutzung) Sachanlagen
AfA Finanzanlagen
Zinsen für Fremdkapital
Erhöhung der langfristigen Rückstellungen
Organverlust

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= Cash-Flow


Wenn man den Kurs einer Aktie durch den Cash-Flow je Papier teilt, erhält man das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV). Diese Kennziffer zeigt, mit dem wievielfachen des bereinigten Gewinns die Aktie gehandelt wird. Je kleiner das KCV, um so attraktiver ist eine Aktie.

Aktienkurs

Kurs-Cash-Flow-Verhältnis =

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Cash-Flow je Aktie


Ein KCV von 2 zum Beispiel bedeutet, dass der aktuelle Aktienkurs innerhalb von zwei Jahren aus dem Finanzmittelfluss gedeckt ist. Je höher das KCV, desto teurer ist eine Aktie.


Beta-Faktor

Der Beta-Faktor ist ein vielbenutzter Indikator für Aktienanalysen. Der Faktor zeigt den Zusammenhang der Kursentwicklung zwischen der Einzelaktie und dem Aktienindex an. Der Beta-Faktor zeigt, wie volatil eine Aktie ist, also wie stark ihr Kurs schwankt. Allerdings macht der Faktor keine Angabe über die Richtung des Kursausschlages.

Erdacht wurde der höchstkomplizierte Anzeiger von William Sharpe, der 1990 zusammen mit zwei weiteren Ökonomen mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde. Ausgehend von Ein-, Zwei- und Vierwochenrenditen wird eine Durchschnittsrendite ermittelt, danach die Streuung der einzelnen Renditewerte gegenüber der Durchschnittsrendite, um die Standardabweichung zu erlangen. Schließlich wird der Streuungswert der entsprechenden Aktie durch den des Index geteilt. Das dann ist der Beta-Faktor.

> 1 Die Aktie schwankt stärker als der Gesamtmarkt.
= 1 Die Aktie bewegt sich wie der Gesamtmarkt.
< 1 Die Aktie schwankt nicht so stark wie der Gesamtmarkt.

Hat eine Aktie einen Beta-Faktor von 1,4, dann steigt und fällt die Aktie 1,4mal so stark wie der Gesamtmarkt. Der Beta-Faktor gibt wichtige Hinweise für die richtige Risiko-Zusammensetzung eines Portfolios. Bei der Erwartung einer Hausse konzentriert man sich auf Werte mit einem hohen Beta-Faktor. Bei einem befürchteten Kursrückgang sollte man Aktien nahe 0 favorisieren. In Zeiten der Ungewissheit werden Titel mit dem Faktor von etwa 1 bevorzugt.
Grundsätzlich ist es wichtig, von aktuellen Beta-Faktoren auszugehen.


Korrelationskoeffizient

Die Frankfurter Wertpapierbörse ermittelt den Korrelationskoeffizienten für jeden der 30 Blue-Chip Werte im Deutschen Aktienindex im Verhältnis zum DAX. Damit wird ein Maß für die Stärke und Richtung der Kursbewegung einer Aktie mit der Bewegung des Index angezeigt.

Bei einem Wert von 1 entwickelt sich die Aktie wie der Index - beide schwanken gleich. Ist der Wert Null gibt es keinen Zusammenhang. Bewegen sich die beiden Kurse genau entgegengesetzt ist der Korrelationskoeffizient -1. Allerdings sind die beiden Extremwerte 1 und -1 äußerst selten.


Technische Analyse

In Deutschland startete das Kurven-Fieber mit den ersten Hoppenstedt-Charts im Jahre 1967. Es finden noch immer regelrechte Glaubenskriege an der Börse um die technische Analyse statt. Die einen witzeln darüber, die anderen beten sie an - und handeln danach.

Den Grundstein für die technische Analyse legten Dow Jones-Gründer Charles Dow und Edward Jones um 1900. Ihre Theorie wurde in der Folgezeit erweitert und vertieft. Dabei handeln die so genannten Charttechniker nach drei Grundannahmen: 1) in den Kursen sind alle verfügbaren Informationen enthalten, 2) die Kurse bewegen sich in Trends und 3) die Geschichte wiederholt sich. Deswegen versucht der technische Analyst bei einer Chartanalyse aus den Kursen der Vergangenheit Vorhersagungen für die Zukunft zu treffen.


Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung von Reuters zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu IPOs, Aktien und Research finden Sie auch direkt unter www.reuters.de 

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